Gesehen: The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes (2023)

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Weil ich die Romanvorlage nicht gelesen habe, weiß ich natürlich nicht, an welcher Stelle diese katastrophale Entscheidung getroffen wurde. Aber unterm Strich verbringt der Film den Großteil seiner Zeit damit zu erklären, wie sich das mit den Mentor*innen der Tribute ergeben hat. Es ist offensichtlich nicht das eigentliche Ziel des Films, aber das einzige, das er wirklich erreicht. Aber wen interessiert das wirklich? Jedenfalls hat mir dieser Exkurs exakt gar keine neue Erkenntnis über dieses Universum gebracht. 

Was der Film hingegen behauptet zu leisten, ist die Ergründung einer Radikalisierung. Wir sehen auch, dass die passiert. Aber das Wie bleibt der Film bis zum Schluss schuldig. Stattdessen die ultimative Erklärung, was Coriolanus Snow wirklich final zum lupenreinen Faschisten gemacht hat: Die Liebe hat ihn um den Verstand gebracht. Natürlich. Und Hitler hat die Welt in Brand gesteckt, weil er nicht an der Kunstschule genommen wurde. Zum Abgewöhnen ist dieses Erzählmuster.

Einen Punkt kann ich aber noch positiv Hervorheben: Die ersten Sekunden der Hunger Games mit Schulterkamera und ultraweitwinkligem Objektiv mitten im Geschehen einzufangen, war eine brillante Entscheidung. Das transportiert wirklich super den Wechsel von größtmöglicher Anspannung zu von schierer Panik befeuerten Hektik. Der Rest ist uninspiriert und fade inszeniert.

★☆☆☆☆