Gesehen: Stalag 17 (1953)

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Oft musste ich an den zehn Jahre später erschienenen THE GREAT ESCAPE denken, den ich im Umgang mit seinen Nazi-Figuren eher fragwürdig fand. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Krieg bei STALAG 17 noch nicht so lange vorbei war. Aber Billy Wilder findet hier im Gegensatz zum Genrekollegen genau das richtige Verhältnis von Komik zu Tragik. Pointen werden durchgehend doppelbödig serviert, das Lachen bleibt in regelmäßigen Abständen im Halse stecken, um immer wieder daran zu erinnern, dass es eigentlich nichts zu lachen gibt. Das Stalag 17 ist ein Ort, an dem die Hoffnung ob der tagtäglichen Ungewissheit, der Langeweile und der Kriegstraumata ab einem bestimmten Punkt wohl zwingend an Dissoziation gebunden ist. Wie sonst Umgang finden mit einer Welt, die sich scheinbar von einem abwendet?

★★★★☆