Gesehen: Flora and Son (2023)

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Ich mag John Carneys unbändigen Optimismus und sein grenzenloses Vertrauen in die heilende Kraft der Musik und die Kunst als ein die Menschheit zusammenbringendes Element einfach und ich werde das wahrscheinlich niemals nicht mögen. Das gilt auch für FLORA AND SON. Klar, Carney war nie und ist auch heute kein Ken Loach. Und doch erzählen seine Geschichten auch immer aus, über und von prekären Verhältnissen.

Und genau darin besteht für mich das größte Problem von FLORA AND SON. Denn hier prallen prekäre Lebensverhältnisse auf die Hochglanz-Optik eines Apple-Werbespots, in dessen Universum sich auch der/die das neuste iPhone und die dicken MacBooks ins Haus stellen kann, der/die sonst jeden Cent umdrehen muss, um sich und das Kind über die Runden zu bringen. Das passt nicht zusammen. Der Kontrast ist so eklatant, dass man gar nicht um die sonst von mir so verhasste Erbsenzählerei drum herumkommt und die durch den Film behauptete Welt dann ziemlich schnell in sich zusammenfällt.

Es ist für mich nur schwer zu begreifen, wie sich John Carney so hat vor den Karren spannen lassen.

★★½☆☆