Gesehen: How to Have Sex (2023)

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Ein an die Nieren gehendes Porträt einer Generation, die die Fehler ihrer Eltern und Großeltern mit all ihren gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Folgen ausbaden muss.

Auf der einen Seite rast die Menschheit mit Vollgas in die Klimakatastrophe, kriegerische Konflikte werden nicht nur wahrscheinlicher, sondern eskalieren längst und die Demokratie wird (mindestens einmal aus europäischer Sicht) in ihren Grundfesten erschüttert. Auf der anderen Seite stehen gesellschaftliche Vorstellungen, Normen und Werte hinsichtlich Bildungs-, Berufswege- und Familienplanung.

Wie funktioniert ein Leben, dessen Fundament auf irgendwie diesen radikalen Gegensätzen stehen muss, das ob dieser Zukunftsaussichten praktisch zum Nihilismus zwingt und gleichzeitig durch das zum Gefängnis wird, was vorangegangene Generationen mit in die Wiege gelegt haben: eng mit der sexuellen Selbstbestimmung verknüpfte Moral- und Selbstwertvorstellungen sowie hegemoniale Männlichkeit? Warum sich alldem unterordnen, wenn eh alles egal wird, weil die Menschheit bald mit ganz anderen Problemen zu tun haben und das Spiel nach anderen Regeln gespielt werden wird?

Alle das verhandelt HOW TO HAVE SEX implizit und erzählt explizit eine Geschichte, die den Nagel unserer Zeit auf den Kopf trifft, die nicht unbedingt (nur) wegen ihrer Unausweichlichkeit so unter die Haut geht, sondern weil sie sich auf erschreckende Art und Weise so normal, gewöhnlich und kaum bemerkenswert anfühlt.

★★★★☆