Gesehen: Skinamarink (2022)

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Wenn der Film auch nur eine Sache schafft, dann ist es zuverlässig eine ekelig unangenehme Atmosphäre zu erzeugen und Erinnerungen an kindliche Ängste aus den Untiefen des Bewusstseins wieder an die Oberfläche zu befördern. Das Starren in die Dunkelheit, bis sich aus dem schwarzen Nichts heraus Menschen und Dinge formen. Die Monster im Augenwinkel. Das Überinterpretieren harmlosester Geräusche. Diese mit dem Gefühl unendlicher Freiheit gemischte Angst, wenn man zum ersten Mal abends/nachts alleine zu Hause ist, die halbe Nacht Fernsehen schaut und versucht, sich vor sich selbst das eigene Unbehagen kleinzureden.

Dazu beschwört der Film den Horror der zerbrechenden heilen Welt herauf. Wenn man die Eltern streiten hört. Wenn man Vater oder Mutter zum ersten Mal offen Schwäche zeigen sieht, weinen hört. Wenn sich die Eltern trennen. Genau damit zementiert SKINAMARINK aber natürlich auch eine konservative Weltsicht, in der das Zerbrechen der Kernfamilie der größte Horror ist.

★★★½☆