Gesehen: Der vermessene Mensch (2023)

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Ich will einfach nicht verstehen, warum diese Blaupause für deutsche Vergangenheitsbewältigung im Film einfach nicht totzukriegen ist. Denn selbst wenn man mal die Debatte um die Erzählperspektive außen vor lässt: Dieser Film muss unbedingt einen (Mit-)Täter positiv aufladen – vermutlich, um eine Identifikationsfigur für absolut teilnahmsloses Publikum zu schaffen. Letztlich macht das jedoch nicht mehr, als die eigenen Hände in Reinheit zu waschen, die Opfer der kolonialen Gewalt Deutschlands in den Schatten zu stellen und individuelle Schuld lediglich als Symptom des Systems zu beschreiben. Das Ergebnis ist dann irgendwo in der Sphäre von „Ja, wir haben grauenhafte Dinge getan. Aber das System™ hat uns ja auch keine andere Wahl gelassen!“ zu verorten.

★★☆☆☆