Gesehen: Rififi (1955)

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Sich mitten im Film diese gute halbe Stunde mit praktisch absoluter Stille zu gönnen, trotzdem die Spannung auf Anschlag zu halten und die Zuschauer*innen darin köcheln zu lassen, zeugt von (absolut gerechtfertigt) gigantischem Selbstbewusstsein. Dazu diese großartig vielschichtig angelegten Figuren, die wandelnde selbsterfüllende Prophezeiungen sind, nicht anders können, weil sie nicht anders wollen, weil sie nicht anders können.

Und doch steht auch die große Frage im Raum, ob diese Gangster wirklich einen anderen Weg hätten einschlagen können, als die Frau eines der Männer urteilt, dass diejenigen, die von der Gesellschaft als ehrlich angesehen, die wahren Ganoven sind. Wer profitiert hier wirklich von wem und was? Wer wird ausgebeutet und wer beutet aus?

Viel Grauzone, viel Bittersüße, großes Kino.

★★★★☆