Gesehen: Bottoms (2023)

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Ein Film, der sich in ein derart bis zum Erbrechen durchexerzierte und bespielte Setting begibt, muss furchtlos inszeniert werden – und BOTTOMS ist das. Emma Seligman lässt sich gar nicht erst auf scheinbar elaborierte Genredekonstruktionen* ein, denn auch das ist bereits zur Genüge getan und zuletzt eher dürftig versucht worden. Stattdessen prescht sie radikal und mit keinerlei Respekt für nichts nach vorne, haut auf Fressen und tritt Ärsche – sprich- und wortwörtlich. Vielleicht schaue ich auch einfach zu wenig Highschool-Filme, aber hier hatte ich wirklich so wie nur selten das Gefühl, echte Jugendliche sprechen zu hören – und zwar unverkrampft, ohne hölzern eingebrachten (Pseudo-)Slang und vor allem vulgär.

*Okay, vielleicht dekonstruiert Seligman hier ein bisschen, indem sie das ausgenudelte Highschool-Kastensystem anders als gewohnt mit Figuren füllt: Die bei anderen Genrevertretern aufgrund ihrer „Quirkyness“ im schulgesellschaftlichen Abseits agierenden Hauptfiguren sind in BOTTOMS eigentlich fast schon kantenlos, während alle um sie herum satirisch völlig überzeichnete Gestalten sind.

★★★★☆