Gesehen: The Mummy Returns (2001)

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Was mit gefallen hat: Der Film macht keine Gefangenen und zeigt innerhalb der ersten Minuten bereits in Körper eindringende Schwerter, ist sehr dynamisch und vor aufwendiger Kulisse inszeniert. Dazu ist die Tricktechnik überraschend gut gealtert und Brendan Fraser scheint wirklich für diese Art von Rollen gemacht zu sein.

Was mich irritiert hat: Die Mumie will am allerliebsten zurück in die Zeit der ursprünglichen INDIANA JONES-Trilogie kehren. Es ist beschämend, wie sehr im wahrsten Wortsinne dieser Film ein Indy sein will – nämlich, indem er sich von Figurenkonstellation über Plotstruktur und kleinerer Gimmicks bis hin zum Score dreist nah an sein großes Vorbild heranwagt. Diesen Eindruck hatte ich beim Vorgänger nicht. Klar stand der auch schon auf den Schultern von Indy, aber er hat meinem Empfinde nach doch versucht, etwas Eigenes zu schaffen.

Was sich hinter dem wirren Spektakel verbirgt: THE MUMMY RETURNS ist im Kern ein streng konservativer Film. Denn er verknüpft den Fortbestand der Welt mit dem Überleben der Kernfamilie. Die kann es nicht mehr geben, wenn das Kind stirbt. Wenn das Kind stirbt, ist auch die Welt dem Untergang geweiht. Die vermeintliche Progressivität mit „starker“ Frau ist nicht viel mehr als Augenwischerei, die die Blicke vom ideologischen Kern des Films abwenden lassen soll.

★★½☆☆