Gesehen: Varjoja paratiisissa (1986)

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Es ist immer wieder so toll Aki Kaurismäkis klaren Blick auf die Welt zu sehen. Er umarmt die Arbeiter*innenklasse wie nur wenige andere. Ihr begegnet er auf Augenhöhe, erzählt von deren Leben. Und obwohl auch dieser Film romantisch ist, ist ihm das Romantisieren fremd. Kaurismäkis Figuren buckeln, buckeln und buckeln – um irgendwann im Ruhestand mit der Frau die Welt sehen zu können, zu Grunde, zu Tode, immer nur für den Profit anderer.

Zum Dank werden sie beschämt, stigmatisiert, kleingehalten, gegeneinander ausgespielt – und zwar so sehr, dass es ihre Selbstwahrnehmung zerfrisst. Ob dieser finsteren Welt dann trotzdem mit derartigem Nachdruck das zarte Pflänzchen der Liebe gedeihen zu lassen, das beherrschen nur wenige so wie Aki Kaurismäki und deshalb sind seine Filme so zeitlos wichtiges Kino.

★★★★☆