Gesehen: Les Créatures (1966)

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Agnès Varda nähert sich über den magischen Realismus dem Wesen des Menschen. Wieviel ist naturgegeben, wieviel ist Prägung? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Dynamiken, die zuerst von außen wirken und dann hereinziehen? Für ihre Versuchsanordnung setzt Varda zumindest einen Menschen auf Null, lässt ihn seine Prägung vergessen und wirft ihn dann in eine vermeintlich gefestigte Struktur. Und sie kommt zum dem Schluss: Der Mensch kann sich für das Gute entscheiden und dafür kämpfen. Varda bedient sich dabei eines unkonventionellen Werkzeuges, das mich an Ingmar Bergmans DET SJUNDE INSEGLET (1957) erinnert hat, für das gleiche existenzielle Gewicht jedoch für meinen Geschmack etwas zu gimmicky ist.

★★★½☆