Gesehen: Victoria (2016)

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Diesen Film direkt einen Tag nach ANATOMIE D’UNE CHUTE zu schauen, war schon lustig. Ein Hund als wichtiger Teil eines Gerichtsprozesses, die in jeder Beziehung existierenden Unwuchten, die fremde Idee im eigenen literarischen Werk – all das spielt in beiden Filmen eine wichtige Rolle.

In VICTORIA gelingt es Justine Triet, eine Frau zwischen 500 Stühlen zu zeichnen, die sich vor lauter Leben selbst aus den Augen verloren hat. Sie sagt, die Arbeit befriedige sie, dabei jagt ein Desaster das nächste. Sie sagt, sie habe kein Interesse an Sex, hat ihn aber durchaus öfter mal relativ ungezwungen. Sie lebt ein Leben voller Widersprüche, in dem nie etwas genug und alles zu viel ist. Und alle um sie herum verhalten sie wie die größten Vollidiot*innen.

Jedoch inszeniert sich Triet in zahlreiche tonale Sackgassen. Und so muss sie versuchen, ihre gelungen überzeichneten und die dramatisch nuancierten Momente irgendwie zusammenzuführen. Ihr Mittel der Wahl: das rumgeschmunzelte Hehe>. Das leider Symptom einer gewissen Inkonsequenz, die sich durch den Film zieht und ihn davon abhält, echt gut zu sein.

★★★☆☆