Gesehen: Forbrydelsens element (1984)

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Es macht so viel Spaß zu sehen, mit welchem Selbstbewusstsein der frühe Lars von Trier hier agiert, wie hypnotisch er inszeniert, wie er nicht ganz zueinanderpassende Puzzleteile von Raum und Zeit ineinanderprügelt und so von einem kaputten Europa erzählt – einem Europa, das tief zerfurcht ist von (Kriegs-)Traumata, Schuld, Verdrängung, Vergessen und Verschweigen. Einem zerbrochenen Europa, für das es angesichts dessen keine Heilung geben kann. Oder vielleicht auch gar nicht geben darf.

Ich habe mich außerdem tatsächlich tatsächlich dabei ertappt, wie ich ein bisschen an das Meisterwerk L’ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD denken musste, für das Alain Resnais ebenfalls durch die Zäsur des Zweiten Weltkrieges mit den Splittern von Zeit und Kunst um eine neue Gegenwart ringt.

★★★★☆