Gesehen: Wo ist das Haus meines Freundes? (1987)

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Hahaha, es hat mich dann doch überrascht, von welcher Größe der Stein war, der mir in den letzten Sekunden des Films vom Herzen gefallen ist. Erst dann ist mir so richtig klargeworden, wie gekonnt Kiarostami durch diese Welt navigiert und mit welchen Feinheiten er erst nahezu unbemerkt und dann immer nachdrücklicher Spannung aufbaut.

WO IST DAS HAUS MEINES FREUNDES? zeigt, was es für ein Kind bedeutet, in einer autoritären Gesellschaft aufzuwachsen. Dort, wo einem die Mutter vorwirft, man würde seine Hausaufgaben nie erledigen, während dafür ein Wahrheit gar keine Zeit ist, weil sie einen Arbeitsauftrag nach dem anderen erteilt. Dort, wo der Lehrer den Kindern einbläut, die Schule habe oberste Priorität und die Väter zu Hause die Arbeitskraft ihrer Kinder über deren Bildung stellen.

Abbas Kiarostami knüpft an urängstliche Gefühle, nichts und niemandem gerecht zu werden, an führt darüber an seine Kritik des Autoritären heran. Toll.

★★★★☆