Gesehen: Hunger (2008)

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Steve McQueen scheut sich nicht vor drastischen Bildern, die unter die Haut gehen, aber niemals nur für die reine Schockwirkung stehengelassen werden. Margaret Thatcher liegt wie ein finsterer Schatten, der jeden noch so zarten Trieb Menschlichkeit erbarmungslos erstickt, über diesem Film. Sie ist nie zu sehen, sondern erklingt nur für eine Handvoll Sätze im Radio. Schon das reicht, um diesen würdelosen, unmenschlichen Ort im Zentrum des Geschehens zu erklären. Dort, in diesem Gefängnis, wurden nicht nur mehrere Hungerstreikende, sondern auch der Rechtsstaat zu Grabe getragen. McQueen lässt sich jedoch nie darauf ein, Gewalt und Mord zu entschuldigen oder die Eskalation der Gegenreaktion zu rechtfertigen. Vielmehr gräbt er sich durch die unzähligen Schichten des Konflikts hindurch bis zu einer schnell aus dem Blick geratenen universellen Wahrheit vom Streben nach Freiheit und Entfaltung.

★★★★½