Gesehen: Ostatni etap (1948)

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Der absolute Wahnsinn, mit welcher Kraft offenbar Wanda Jakubowska gerade einmal zwei Jahre nach Kriegsende für die Dreharbeiten zurück an den Ort kehrte, an dem sie von den Nazis in den sicheren Tod geschickt worden wäre und an dem sie so viel Grauen erfahren musste. Vor diesem Hintergrund ist es umso bemerkenswerter, wie sehr dieser Film nach dem konventionellen Kino strebt, wie glatt er wirkt – kaum geprägt bzw. getrieben von Wut oder Rache, sondern geprägt von unendlicher Dankbarkeit für die Frauen, dank denen Auschwitz niemals komplett von der Finsternis verschluckt wurde.

Überhaupt war ich sehr überrascht davon, wie wenig sich Jakubowska in ihrem Film explizit für den Rassenhass und das Übermenschen-Gehabe der Nazis interessiert, sondern sehr viel Wert darauf legt herauszuarbeiten, wie stark die faschistische und nazistische Ideologie auch vom Frauenhass untermauert war/ist und wie genau das auch ein mächtiger Hebel war, zum eigenen Vorteil die Gefangenen gegeneinander auszuspielen.

★★★½☆