Gesehen: Master Gardener (2022)

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Wissen, Macht, Missbrauch, Schuld, Vergebung, Wiedergutmachung – darum kreist Paul Schrader in diesem Garten immer und immer wieder. Dabei hat er es mir nicht leicht gemacht, diese Bewegung bis zum Schluss mitzugehen. Und doch glaube ich, dass genau darin die große Stärke des Films liegt – in den enormen Ambivalenzen, die Schrader hier skizziert, aber auch durch das Überschreiten von moralischen Grenzen. Das geschieht jedoch nie der reinen Provokation wegen und auch nicht, um zu relativieren oder zu verharmlosen, sondern zur Überprüfung der eigenen Denkmuster und des eigenen Wertekompasses. Man kann diesen Figuren klar entgegenstehen und für sich trotzdem viel aus dem Film und den provozierten Gedanken gewinnen.

★★★★☆