Dienstagslinks – 21. März 2023

Foto: Carsten ten BrinkEigenes Werk, CC BY-NC-ND 2.0

Mögliche Zensur in Hongkong: Kinos streichen »Pu der Bär«-Horrorpersiflage (spiegel.de)

Was für ein Zufall, dass laut Spiegel/Reuters alle der rund 30 Kinos in der Sonderverwaltungszone als einzige Lichtspielhäuser Weltweit wegen technischen Problemen WINNIE THE POOH: BLOOD AND HONEY (2023) nicht zeigen können.

Ukrainekrieg und Internet: Stell dir vor, es ist Cyberkrieg und alle gehen hin (, faz.net)

Internetmensch Wolfgang Kleinwächter analysiert für die FAZ, wie im digitalen Krieg die Grenzen massiv verschwimmen. Was zählt als kriegerischer Akt? Kann im Internet das allgemeine Gewaltverbot überhaupt überschritten werden? Spannend finde ich auch, wie im Cyberkrieg (meine Güte, wie ich das Wort mit C hasse) Zivilist*innen abseits irgendwelcher staatlicher bzw. militärischer Strukturen plötzlich zu Akteur*innen in einem Krieg werden. Für mich die wichtigste Erkenntnis: Digitale Infrastruktur darf weder in privatwirtschaftlicher noch staatlicher Hand sein, sondern muss von neutraler Stelle aus verwaltet werden.

Berliner Adbusterin zieht vor das Bundesverfassungsgericht (nd-aktuell.de)

„Geht Dienst an der Waffe auch ohne Waffe?“, fragte die Bundeswehr im Rahmen einer Plakatkampagne auf der Suche nach ITler*innen. „Kein Dienst an der Waffe geht ohne Waffe!“, überklebten Adbuster*innen in Berlin. Eine davon war Frida Henkel, bei der deshalb letztlich die Polizei mit Durchsuchungsbefehl vor der Tür stand. Die Studentin hat darum nun Verfassungsbeschwerde eingereicht. Dass die Staatsanwaltschaft das für angemessen hielt: bedenklich. Dass ein Gericht den Antrag offenbar nicht für bedenklich gehalten hat: skandalös.

Aus dem bürgerlichen Heldenleben – Über die leidgeprüfte Figur des Kritikers (nachtkritik.de)

Esther Slevogt zeichnet auf nachtkritik.de die Rolle von Theaterkritiker*innen im Wandel der Zeitalter nach. Kulturkritik halte auch ich für unglaublich wichtig. Wer sie mit Hundekot beschmiert, ist nicht nur über alle Maßen eitel, sondern der lebende Beweis dafür, warum öffentliche Kritik niemals (wieder) verschwinden darf.